Gute Saat für Kiel

Informationen zur Kampagne "Gute Saat für Kiel"

Tag: Gentechnik

Initiative für Gentechnikmoratorium

Gentechnikanbau stoppen – Petition zeichnen!
Gentechnik macht unsere Lebensmittel teuer und riskant. Mit der Petition fordert der Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) die Bundesregierung dazu auf, sich auf EU-Ebene für ein Anbauverbot von Gentech-Pflanzen einzusetzen. Das ist dringend notwendig, weil das europäische Zulassungsverfahren Umwelt- und Sicherheitsaspekte nicht ausreichend beachtet. Falls es dennoch so weit kommen sollte, dass neue Gentech-Pflanzen zugelassen werden, muss sich Deutschland dafür stark machen, den Anbau auf nationaler Ebene zu verbieten.
Damit das Anliegen im Petitionsausschuss persönlich vorgetragen und diskutiert werden kann, müssen innerhalb von nur drei Wochen – bis zum 19. April – 50.000 Bürgerinnen und Bürger die Petition mitzeichnen.

Direkt zur e-Petition beim Deutschen Bundestag.

Weshalb verschenken wir Saatgut?

Um euch einen klimaschonenden Gemüseanbau direkt vor der Tür schmackhaft zu machen!

Hier die Texte aus unserem Flyer und unten zum Ansehen als pdf

„Kiel im Wandel“ - Was ist die Transition Town Bewegung?

Die Erkenntnis, dass wir in einigen Jahrzehnten auf Erdöl werden verzichten müssen, weil die Vorkommen weltweit zur Neige gehen, hat die Transition Town Bewegung ins Leben gerufen.

Wir leben in der Zeit des Wandels (engl.: transition), des Überganges in ein erdölfreies Zeitalter. Je früher wir mit kleinen Schritten be- ginnen, desto leichter wird er uns fallen. Unsere Gestaltungskraft und Phantasie sind gefragt, um einen neuen Lebensstil zu finden, gemein- schaftlich und solidarisch.

Wie werden wir mit weniger Öl leben? Die Idee eines „einfachen, regionalen Lebens“ bietet sich an. Ein wichtiger Bestandteil ist die Selbst- versorgung einer Region, um unabhängiger zu sein. Die Stärkung einer regionalen Produktion steht dabei im Mittelpunkt.

Für unsere Ernährung bedeutet dies: Indem wir vermehrt regionale Lebensmittel verzehren, sparen wir Transportenergie, unterstützen lokale Produzenten und sichern Arbeitsplätze vor Ort. So können z.B. Gemeinden auf öffent- lichen Flächen Nutzpflanzen statt Zierpflanzen anbauen, ohne zusätzliche Kosten. Jeder Ein- zelne kann etwas Gemüse selbst erzeugen, im Garten, Schrebergarten, Hinterhof, auf dem Balkon und sogar auf der Fensterbank.

Die Kieler Transition Town Bewegung nennt sich “Kiel im Wandel” und möchte mit den KielerInnen die Stadt verwandeln. Wir starten gemeinsam eine Aussaat auf „unbeackerten“ Flächen. Wer mitmacht, kann die Freude an selbst gezogenem Gemüse erleben und genießen wie es schmeckt!

Hintergründe zu Saatgut und Gentechnik

Seit Jahrtausenden ist Saatgut das Wertvollste, was Menschen besitzen, denn es sichert die Ernährung für die Zukunft. Saatgut wurde in allen Kulturen als Allgemeingut verstanden. Es wurde selbst erzeugt, getauscht oder ver- schenkt und an die jeweiligen Bedingungen vor Ort angepasst.

Durch einseitige Ausrichtung der industriellen Landwirtschaft auf Ertrag und Gleichförmigkeit verschwanden regionale und besondere Sorten von unseren Märkten, aus unseren Augen, Kochtöpfen und unserem Bewusstsein. Inner- halb dreier Generationen sind 75% unserer Kulturpflanzen verloren gegangen. Wir sind die Generation, die die restlichen 25% noch be- wahren kann.

Durch die Gentechnik wird die Bedrohung der Sortenvielfalt noch verstärkt, sie ermöglicht es den beteiligten Konzernen sich Leben patentie- ren zu lassen. Wer patentiertes Saatgut kauft, darf es unter Strafandrohung nicht weiter für die eigene Vermehrung und Aussaat verwen- den. Dadurch wird ein jahrtausendealtes Menschenrecht beendet. Patentierte Pflanzen sind das Ende der freien Züchtung und der selbstbestimmten Ernährung.

In Deutschland wurde 2010 eine Gentechnik- Kartoffel für Industriestärke zugelassen. Dies ist sehr bedenklich, da Kartoffeln Grundnahrungs- mittel sind. Wichtig ist es daher die Reinheit des Saat- und Pflanzgutes zu erhalten.

Um kleine Züchter zu unterstützen, die die Viel- falt der Gemüse und seltene Sorten bewahren, haben wir unser SaatGUT bei ihnen bestellt.

www.dreschflegel-saatgut.de
www.nutzpflanzenvielfalt.de
www.gentechnikfreie-saat.de

Gemüse vor der Tür ernten

„Kiel im Wandel“ verschenkt an interessierte KielerInnen Saatgut verschiedener, einfach zu kultivierender Gemüsesorten. Alle sind für den Hinterhof, den Balkon oder die Fensterbank ge- eignet. Mitmachen können Einzelne, Familien, Hausgemeinschaften oder auch Schulklassen, alle die den Spaß am Kleinst-Gärtnern erleben möchten.

Im März verteilen wir in vielen Kieler Stadt- teilen Saatgut mitsamt Kulturanleitung. Befüllen Sie doch einfach alte Töpfe oder einen kaputten Eimer mit Erde und bestaunen Sie, wie die Saat aufgeht. Ergänzend zum praktischen Handeln gibt es Vorträge und Veranstaltungen, siehe Rückseite.

Wenn viele mitmachen, wird Kiel zu einer riesigen Gärtnerei. Wer z.B. seinen Salat nicht komplett erntet, sondern wachsen lässt bis er blüht und Samen trägt, kann nächstes Jahr in alter Tradition sein Saatgut selbst nutzen, verschenken oder tauschen.

Fotos und gemalte Bilder von schönen oder originellen “Gärten” sowie vom Ernten und Essen des Gemüses, werden wir auf einer Veranstaltung im Herbst zeigen. Alle Einsen- derInnen erhalten Saatgut für ́s nächste Jahr.

Bitte senden Sie die Bilder an: BI gentechnikfreies SH c/o A. Kraus 24214 Eckholz 5 oder digital an info@kielimwandel.de

Bitte erzählen Sie auch Freunden und Bekannten von der Aktion und verschenken Sie selbst überzählige Pflanzen.

Flyer “Gute Saat für Kiel” pdf

Gute Saat für Kiel läuft unter Wordpress 3.0.5
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates